Wenn ich Enteuschungen, Verluste, Absagen und Zurückweisungen zu einem bestimmten Masse verabreicht bekomme, verfalle ich in einen seltsam unwirklich, kalten Zustand. Zu vergleichen mit einer Horde Dementore die einem umgeben und langsam, ganz langsam aussaugen. Gegen aussen hin bemerkt man es villeicht nicht mal wie verdammt schlecht es mir geht da ich ein Feind von Jammern und Schwäche bin und lieber ein wenig schauspielere als meinen Stolz noch mehr zu verletzen. Ich hasse diesen Zustand! Und was das schlimmste ist, ich kann nichts dagegen tun. Es fühlt sich hässlich an. Als wär man allein obwohl das eigentlich nicht stimmt. Es gibt liebe Leute die immer für mich da sind aber wenn ich mich in diesem Zustand befinde dringt nichts mehr zu mir durch von all dem. Mein Verhalten wird geradezu apathisch und in meinem Kopf finden sich Gedanken ein, vor denen ich Angst habe weiter über sie zu sinnieren.
Um mich abzulenken stürze ich mich ins Bücherlesen oder ziehe mir eine DVD nach der andern rein. Solange ich nicht in meiner, der sogennannten „realen Welt“ sein muss. Dennoch, von Zeit zu Zeit werde ich wieder zurückgeholt und es schmerzt zu erkennen wer man ist. Ich wünschte Jemand anders zu sein, an einem anderen Ort. Wenn ich doch bloss nicht…
In solchen Momenten freut man sich aufs sterben.